#OneBillionRising – Frauenkampftag für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Der 14. Februar ist ein besonderer Tag. Es ist der Tag der Verliebten. Es ist der Tag der Paare. Es ist Valentinstag.

Doch was die meisten nicht wissen, es ist auch der Tag der „One Billion Rising“. Es ist ein Tag an dem gekämpft wird. Es ist ein Tag an dem eine Milliarde Frauen aufstehen („One Billion Rising“) und für ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen kämpfen.

Ein Artikel von Christin Löhner

Das solch ein Frauenkampftag immer noch nötig ist, zeigen viele Umfragen und Statistiken jedes Jahr wieder aufs Neue.

Gewalt gegen Mädchen gibt es in vielerlei Formen: als häusliche Gewalt, Mädchenhandel, sexueller Missbrauch, Zwangsverheiratung, Zwangsprostitution, Sextourismus, Gewalt an Schulen, weibliche Genitalverstümmelung, vorgeburtliche Geschlechtsselektion. Weltweit gesehen ist Gewalt die häufigste Todesursache von jungen Mädchen.

Laut der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) gaben 2014 ein Drittel der Frauen zwischen 15 und 74 Jahren an, „körperliche und/oder sexuelle Gewalt“ erfahren zu haben. Das entspricht 62 Millionen Frauen. Fünf Prozent erklärten, Opfer einer Vergewaltigung, zwölf Prozent als Kinder Opfer sexueller Gewalt gewesen zu sein.

Statistiken zufolge wurden in Deutschland im Jahr 2015 mehr als 100.000 Frauen Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. In 331 Fällen kam es zum versuchten oder vollendeten Mord oder Totschlag einer Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner.

Eine EU-Umfrage von 2016 mit rund 27.800 Befragten hat herausgefunden, dass es ungefähr 10% aller befragten Menschen gerechtfertigt finden, wenn eine Frau vergewaltigt wird, weil sie sich etwas freizügiger kleidet (Quelle). Insgesamt rund 27% fanden eine Vergewaltigung gerechtfertigt unter bestimmten Umständen wie Drogeneinfluss, „kein eindeutiges Nein“, sexy gekleidet, etc. Das ist mehr als jeder vierte Mensch in der EU!

Wird eine Frau vergewaltigt, ist es offenbar völlig normal, sie selbst auch als Täter hinzustellen:

„Hätte sie sich mal nicht so sexy angezogen!“
„Selbst schuld, wenn man sich auf der Party so betrinkt!“
„Ich kann doch nichts dafür, wenn sie so mit dem Hintern wackelt!“

Nackte Brüste und wackelnde Ärsche lassen bei den Männern den Verstand aussetzen und sie sind natürlich völlig unschuldig, wenn sie sich dann an diese Frau heranmachen. Ist ja quasi eine Einladung! Völlig ungeachtet dessen, was die Frau sagt.

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland mehr als 114.000 Frauen Opfer von Gewalt. Jeden Tag gab es einen Tötungsversuch. Jede Stunde wurde in Deutschland eine Frau zum Opfer einer gefährlichen Körperverletzung. Die Zahl der beim Bundeskriminalamt eingegangenen Fälle steigt stetig an.

Und auch Gewalt gegen transsexuelle Frauen ist Gewalt gegen Frauen!

J.K. Rowling, Monika Barz, Alice Weidel, Eva Engelken, Terre Des Femmes e.V., Alice Schwarzer und ihre “Emma”, Bündnis “Fairplay für Frauen” und und und. Alles Frauen und Frauenorganisationen, die sich vehement dafür einsetzen, das andere Frauengruppen von der Definition Frau ausgeschlossen werden und als pädophile, Frauen vergewaltigende Männer hingestellt werden. Sie schreiben sich den Feminismus auf die Fahnen, doch hat diese Haltung nichts mit Feminismus zu tun. Menschen die eine bestimmte Gruppe von Frauen vom Frau sein und vom Schutz vor Gewalt an Frauen ausschließen wollen, können keine Feminist*innen sein.

Christin Löhner, selbst eine Frau mit transsexueller Vergangenheit und Opfer zweier brutaler Vergewaltigungen, wehrt sich vehement gegen diese antifeministische Haltung einiger Frauen und kämpft selbst seit Jahren gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Wir alle müssen gemeinsam mut-ig dafür aufstehen, dass diese Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufhört – jetzt – überall!

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