Werte und Ziele der Partei mut

Forum Bildung

LEICHE BILDUNGS- UND ZUKUNFTSCHANCEN

Stört Dich, dass unser Bildungssystem längst nicht mehr zeitgemäß ist?
Wusstest Du, dass unser Bildungssystem den Ergebnissen der Bildungsforschung darüber, wie Lernen am besten funktioniert, völlig widerspricht? Willst Du auch, dass sich daran endlich etwas ändert?
Gute Bildung ist uns ein Herzensanliegen. Deshalb setzen wir uns aktiv für grundlegende Reformen ein! Wir wollen, dass sich die Bildung nach den Stärken und Interessen jedes einzelnen Menschen richtet und dass alle Kinder und Jugendlichen wirklich gleiche Bildungs- und Zukunftschancen haben. Dazu muss sich vieles ändern! Also worauf noch warten? Mach mit beim mut-Forum Bildung!
Wir freuen uns auf tolle Gespräche, gute Ideen und kreative Kampagnen mit Dir!

Das mut Forum Bildung setzt sich ein für:

  • ein Bildungssystem, das Kinder und Jugendliche zu kreativen, kritisch denkenden, engagierten, selbstständigen, empathischen und teamfähigen Menschen werden läßt und den Fokus auf Nachhaltigkeit, Solidarität und demokratische Teilhabe legt
  • besondere Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung benachteiligter Kinder und Familien, unter anderem durch spezielle Förder- und Menring-Programme, eine hochwertige Ganztagsbildung und mehr Ressourcen für Schulen in schwierigen Lagen (Sozial-Index)
  • mehr Bildungsgerechtigkeit in allen Entwicklungsphasen. Bildung fängt bereits in der Kinderkrippe an. Deshalb muss frühkindliche Bildung neu gedacht werden. Die Kindertagesstätte soll primär ein Ort sein, in dem sich alle Kinder wohl fühlen und
    der ihnen Orientierungshilfen und Förderung zur Potentialentfaltung bietet. Kinder sollen dabei mit Freude lernen und genug Raum und Zeit haben, um ihre Talente zu entfalten
  • mehr pädagogisches Personal mit höherer Bezahlung und insbesondere einen verbesserten gesetzlichen Personalschlüssel
  • längeres gemeinsames Lernen. Das bedeutet, dass Schüler*innen von der ersten bis mindestens zur zehnten Klasse gemeinsam in einer Schule lernen. Somit fiele das Übertrittsverfahren nach der vierten Klasse weg. Ein erster Schritt dorthin sind Gründungen von Gemeinschaftsschulen, mit dem Ziel wohnortnah einen Kinder- und Jugendcampus von der Kita bis zum Abitur aufzubauen. Die UN-Kinder- und Behindertenrechtskonventionen gelten dabei als höchste Maxime
  • inklusive Bildungseinrichtungen, in denen alle Kinder gleichermaßen teilhaben können, um gegenseitiges Verständnis und Empathie zu schaffen. Dafür braucht es flexible Rahmenbedingungen, damit Kinder mit Förderbedarf passgenaue Angebote bekommen. Die Arbeit in multiprofessionellen Teams muss selbstverständlich werden
  • einen Lehrplan, der auf die wesentlichen Kernkompetenzen reduziert wird, damit entsprechend viel Zeit für individuelle Schwerpunktsetzungen und selbstorganisiertes Lernen bleibt. Dies soll den Schüler*innen ermöglichen, ihre Kreativität, Sozialkompetenzen und individuellen Talente zu entwickeln
  • einen lernförderlichen digitalen Wandel. Kinder, Jugendliche sowie pädagogische Fachkräfte benötigen im 21. Jahrhundert eine hohe Medien- bzw. medienpädagogische Kompetenz. Dies beinhaltet u.a. das Verständnis von digitalen Technologien und einen kritischen Umgang mit Informationen und Medienkonsum. Dafür braucht es eine bundeseinheitliche Digitalisierungsstrategie und Investitionen in die Infrastruktur
  • eine konsequente Aufwertung kultureller Bildung, wie Musik, Kunst und Bewegung durch eine Gleichstellung dieser mit den Kernfächern
  • für die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen im Bildungssystem, ergänzend zu den fachlich-kognitiven
  • Partizipation und demokratische Mitbestimmung aller an Schule Beteiligten, insbesondere von Schüler*innen. Demokratie muss durch konkrete Mitbestimmung in der Schule gelebt werden

 

    Gemeinsam lernen

    Im Zentrum der Bildung hat der Mensch – jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit – zu stehen. Deshalb sollen frühkindliche und schulische Bildung Kinder und Jugendliche bestmöglich dabei unterstützen, innerhalb einer lernenden Gemeinschaft ihre einzigartigen Persönlichkeiten zu entfalten und auf der Basis eines demokratischen Grundkonsenses eigene Werte ausbilden und leben zu können. Dazu bedarf es weitreichender Veränderungen der bestehenden Schulstrukturen, insbesondere hin zu kooperativeren Lernformen, die den herrschenden Konkurrenzdruck abbauen, einer größeren Flexibilität in der Gestaltung von Lernprozessen, einem Mehr an Mitbestimmung von Seiten der Kinder und Jugendlichen, sowohl bei der Schulentwicklung als auch der Unterrichtsgestaltung sowie einer offenen Feedbackkultur von Schüler*innen, Lehrkräften und Eltern.

    Die Corona-Pandemie hat eindeutig gezeigt, welch massive negative Auswirkungen es auf die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen hat, wenn der sozial-emotionale Aspekt des Lernens vernachlässigt wird und das Lernen auf rein fachliche Inhalte reduziert wird. Sozial-emotionale Kompetenzen müssen ergänzend zu den fachlich-kognitiven Kompetenzen fester Bestandteil der Bildungspraxis werden. Außerdem muss auch die kulturelle Bildung in Form von Musik, Kunst und Bewegung konsequent aufgewertet werden und mit den Kernfächern gleichgestellt werden.

    Ein umfassender Bildungsbegriff, wie er auch im Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen verankert ist, muss endlich in schulische Praxis übersetzt werden. Die Würde des Menschen, Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit, Völkerversöhnung, Demokratie – diese und andere Werte müssen auch im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stärker in den Schulen verankert werden. Dazu gehört auch ein klares Ja zu Inklusion und Vielfalt an bayerischen Schulen. Es ist ein Skandal, dass Kinder und Jugendliche aus einkommensärmeren Haushalten und/oder mit migrantischer Herkunft immer noch systematisch in ihren Bildungschancen benachteiligt werden.

    Gelebte Vielfalt bedeutet auch, die Möglichkeit einzuräumen, neue Wege im Bildungssystem zu gehen. Es gilt, den gesetzlichen Rahmen des bayerischen Bildungswesens so zu ändern, dass alternative Schulkonzepte staatlich ermöglicht statt blockiert werden. Im Mittelpunkt muss dabei die Idee des längeren gemeinsamen Lernens stehen. Zudem ist anzuerkennen, dass frühkindliche Bildung so wichtig für die Lebenschancen eines jeden Menschen ist wie die spätere Schulbildung. Eine gute frühkindliche Bildung kann allerdings nicht einfach durch vorgezogenen Schulunterricht (Vorschule) erreicht werden, sondern nur durch eine Stärkung zeitgemäßer frühkindlicher Pädagogik im Rahmen der bereits vorhandenen und ausbaufähigen KiTa-Strukturen.

    Die beste Bildung benötigt nicht nur das beste Personal, sondern vor allem auch eine ausreichende Personalausstattung und attraktive Arbeitsbedingungen. Noch immer sind die Schulen in Bayern am Limit. Eine individuelle pädagogische Lernbegleitung findet im Grunde nicht statt, weil die Lehrkräfte schlicht keine Zeit haben und die Arbeit in multiprofessionellen Teams noch immer eine Ausnahme im Schulalltag darstellt. Im Zuge des flächendeckenden Ausbaus des schulischen Ganztags wird diese Situation nochmals verschärft. Eine ausgezeichnete Qualität von Bildungseinrichtungen muss oberstes Ziel jeglicher bildungspolitischer Bestrebungen sein. Regelmäßige Fortbildungen müssen selbstverständlich und das Fortbildungssystem deutlich gestärkt und breiter aufgestellt werden. Schulleitungen müssen deutlich entlastet werden, die Personalhoheit muss bei den Schulen liegen.

    Mit der digitalen Revolution, die unsere Gesellschaft und unser Alltagsleben rapide verändert, verändert sich auch das Lernen. Heute muss der Fokus des Lernens darauf liegen, mit einer stets zugänglichen Informationsflut umzugehen und sie kompetent und sinnvoll nutzen und kritisch hinterfragen zu können. Schulen müssen digitale Kompetenzen vermitteln, um Kinder und Jugendlichen zu einer autonomen und verantwortungsvollen Mediennutzung zu befähigen, um ihnen die Teilhabe an der digital basierten Kommunikation und Kooperation zu ermöglichen und sie auf eine nahezu durchgehend technologisierte Lebens- und Arbeitswelt vorzubereiten.

    Es ist klar: Lernen und Bildung hört nicht mit dem Schulabschluss auf. Erwachsenenbildung muss solide und ausreichend finanziert werden. Lebenslanges Lernen darf nicht nur eine leere Floskel bleiben. Außerdem ist das duale deutsche System wirklich eine Errungenschaft, die es zu pflegen gilt. Dazu darf es aber nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleiben, sondern Berufsschulen müssen zeitgemäß ausgestattet sein – der Beruf der Berufsschullehrer*innen muss attraktiv sein, damit die Berufsschule mit der Wirtschaft konkurrieren kann.

    Genauso muss die Hochschule befähigt sein, unabhängig von der Wirtschaft zu lehren und gerecht mit ihren Dozierenden umzugehen – Stichwort: befristete Arbeitsverträge. Und der Studierendenschaft muss es möglich sein, Demokratie an der Hochschule zu leben.

    mut steht für:

    • ein Bildungssystem, das Kinder und Jugendliche zu kreativen, kritisch denkenden, engagierten, selbstständigen, empathischen und teamfähigen Menschen macht und den Fokus auf Nachhaltigkeit, Solidarität und demokratische Teilhabe legt.
    • besondere Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung benachteiligter Kinder und Familien, unter anderem durch spezielle Förder- und Mentoring-Programme, eine hochwertige Ganztagsbildung und mehr Ressourcen für Schulen in schwierigen Lagen (Sozial-Index).
    • mehr Bildungsgerechtigkeit in allen Entwicklungsphasen. Bildung fängt bereits in der Kinderkrippe an. Deshalb muss frühkindliche Bildung neu gedacht werden. Die Kindertagesstätte soll primär ein Ort sein, in dem sich alle Kinder wohl fühlen und der ihnen Orientierungshilfen und Förderung zur Potentialentfaltung bietet. Kinder sollen dabei mit Freude lernen und genug Raum und Zeit haben, um ihre Talente zu entfalten. Dazu gehört auch eine Aufwertung des Erzieher*innen-Berufs.
    • mehr pädagogisches Personal mit höherer Bezahlung und insbesondere einen verbesserten gesetzlichen Personalschlüssel. Um den Lehrkräftemangel in Grund- und Mittelschulen dauerhaft zu beseitigen, ist u.a. eine attraktivere Besoldung (A13) in diesen Schulstufen notwendig.
    • eine wirksame und flächendeckende Verbesserung der Interaktionsqualität zwischen Lehrenden bzw. Erziehenden und den Kindern, beispielsweise in Form von feedbackorientierten videobasierten Coaching-Maßnahmen (Micro-Teaching) nach dem Vorbild von MyTeachingPartner™️ (University of Virginia).
    • längeres gemeinsames Lernen. Das bedeutet, dass Schüler*innen von der ersten bis mindestens zehnten Klasse gemeinsam in einer Schule lernen. Somit fiele das Übertrittsverfahren nach der vierten Klasse weg. Ein erster Schritt dorthin sind Gründungen von Gemeinschaftsschulen, mit dem Ziel, wohnortnah einen Kinder- und Jugendcampus von der Kita bis zum Abitur aufzubauen. Die UN-Kinder- und Behindertenrechtskonventionen gelten dabei als höchste Maxime.
    • inklusive Bildungseinrichtungen, in denen alle Kinder gleichermaßen teilhaben können, um ein gegenseitiges Verständnis und Empathie zu schaffen. Dafür braucht es flexible Rahmenbedingungen, damit Kinder mit Förderbedarf passgenaue Angebote bekommen. Die Arbeit in multiprofessionellen Teams muss selbstverständlich werden.
    • den Ausbau von Schulen und Kindergärten zu echten Sozialzentren, in denen insgesamt Hilfe und Vernetzung angeboten wird.
    • einen Lehrplan, der auf die wesentlichsten Kernkompetenzen reduziert wird, damit entsprechend viel Zeit für individuelle Schwerpunktsetzungen und selbstorganisiertes Lernen bleibt. Dies soll den Schüler*innen ermöglichen, ihre Kreativität, Sozialkompetenzen und individuellen Talente zu entwickeln.
    • einen lernförderlichen digitalen Wandel. Kinder, Jugendliche sowie pädagogische Fachkräfte benötigen im 21. Jahrhundert eine hohe Medien- bzw. medienpädagogische Kompetenz. Dies beinhaltet u.a. das Verständnis von digitalen Technologien und einen kritischen Umgang mit Informationen und Medienkonsum. Dafür braucht es eine bundeseinheitliche Digitalisierungsstrategie und Investitionen in die Infrastruktur.
    • eine konsequente Aufwertung kultureller Bildung, wie Musik, Kunst und Bewegung durch eine Gleichstellung dieser mit den Kernfächern.
    • für die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen im Bildungssystem, ergänzend zu den fachlich-kognitiven.
    • Partizipation und demokratische Mitbestimmung aller an Schule Beteiligten, insbesondere von Schüler*innen. Demokratie muss durch konkrete Mitbestimmung in der Schule gelebt werden.
    • die Zulässigkeit von befristeten Verträgen an Schulen und Hochschulen nur noch bei strikter sachgerechter Abgrenzung.
    • die Stärkung der Instrumente zur Frauenförderung an den Hochschulen.
    • die Sorge für eine unabhängige Lehre: bessere Grundausstattung für die Hochschulen, damit diese nicht von der Wirtschaft abhängig sind.
    • die Einführung der verfassten Studierendenschaft und effektiver Partizipationsrechte von Studierenden an den bayerischen Hochschulen.

     

    mut Programm Bildung, Parteitagsbeschluss September 2021

    Direkter Kontakt zum Forum

    Anja Milosevic

    Anja Milosevic

    Forensprecherin

    Ich bin 32 Jahre alt und bin Kinderpflegerin. Ich bin Mitglied in der GEW und im Vorstand des Vereins „Eine Schule für Alle – in Bayern e.V.“.
    Von 2014 bis 2016 habe ich geholfen Geflüchtete in München willkommen zu heißen. Vor allem die Betreuung der Kinder in Geflüchtetenunterkünften lag mir sehr am Herzen. Wegen der mangelnden Umsetzung der Kinderrechte von geflüchteten Kindern und wegen des veralteten Schulsystems, bin ich politisch aktiv geworden. Ich selbst bin im ehemaligen Jugoslawien geboren und kam wegen des Bürgerkrieges nach Deutschland. Auch deswegen ist Frieden für mich eines der zentralen Ziele all meiner Tätigkeiten.

    Direkter Kontakt per Email: anja.milosevic@partei-mut.de

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